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Kung-Fu oder Wushu? 

  • Was ist der Unterschied zwischen Kung-Fu und Wushu?
  • Was bedeuten die beiden Begriffe?
  • Gehört das Dynamic VingTshun (DVT) zum Kung-Fu oder sollte es dem Wushu eingeordnet werden?

Jeder von euch, der die hohe Kunst der Selbstverteidigung DVT lernt, sollte sich diesen Bericht einmal durchlesen. Aber auch für Trainierende, die einen anderen Kampfsport oder einer anderen Kampfkunst betreiben, ist dieser Artikel bestimmt sehr interessant.

Was ist Kung-Fu?


Kung-Fu ist ein chinesischer Begriff. Übersetzt bedeutet es „Etwas durch harte/geduldige Arbeit Erreichtes“. Zum kämpfen oder besser gesagt zur Kampfkunst allgemein hat Kung-Fu nur einen indirekten Bezug. Im traditionellen chinesischen Sprachgebrauch ist Kung-Fu eine Bezeichnung für jede Fertigkeit, die man sich durch harte Anstrengung und viel Zeit erarbeitet und in der man es zu einer gewissen Meisterschaft gebracht hat. Wenn jemand also eine Sache sehr gut beherrscht, sagt man er habe ein gutes Kung-Fu. Dabei handelt es sich nicht zwangsweise um Kampfsport/-kunst, sondern Kung-Fu kann sich auch auf Kochen, Malen, Tanzen, Musik, …. beziehen.

In der „westlichen Welt“ versteht man fälschlicher Weise unter dem Begriff Kung-Fu, verschiedene chinesische Kampfkünste. Viele verbinden mit Kung-Fu insbesondere die Kampfkunst der berühmten Mönche aus dem Shaolin Kloster. In den USA und Europa wurde Kung-Fu vor allem in den 70er Jahren durch Bruce Lee und diversen Hong-Kong Filmen (Eastern) bekannt. Später auch durch die Fernsehserie Kung Fu (1972-1975), wo es um die Abenteuer eines (halb-)chinesischen Shaolin Mönches namens Kwai Chang Caine, der auf der Suche nach seinem Halbbruder allein den Wilden Westen durchstreift.

In der chinesischen Philosophie hat Kung-Fu eine tiefgehende Bedeutung. Das Wort Kung-Fu wird aus den Schriftzeichen Kung (chin. 功, „Errungenschaft“) und Fu (chin. 夫, „Mensch“) zusammengesetzt. Das Studium und Ausüben des Kung-Fu hatte schon immer eine starke, geistige und moralische Komponente. Die Gründe dafür liegen in der engen geschichtlichen Verbindung zwischen der Kampfkunst und den drei großen Geistesströmungen oder den Drei Lehren des traditionellen China: Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus.

Was ist Wushu?


Der chinesische Begriff Wushu bedeutet übersetzt „Kampfkunst“ und bildet somit ein Sammelbegriff für alle chinesischen Kampfkünste. Andere Bezeichnungen dafür sind Guoshu (chin. „Nationale Kunst“) oder Quan Fa/ Kuen Fat (chin. „Methode der Faust/ Faustkampftechnik“).

In China gibt es eine Jahrtausend alte Tradition der Kampfkünste, folglich sind heutzutage mehrere hundert traditionelle und moderne Kampfkunststile und -systeme bekannt. Als Quelle der meisten Stile werden häufig die Kampfkunst der buddhistischen Mönche des Shaolin Klosters (Shaolin-Quanfa) oder die Kampfkünste der taoistischen Mönche aus dem Wudang Gebirge betrachtet.

Im Allgemein dienen die meisten Stile nicht nur der Selbstverteidigung oder der Anwendbarkeit im Kampf, sondern auch der Meditation, der Fitness und dem Wohlbefinden.

Ist DVT Kung-Fu oder Wushu?


Auf der einen Seite ist das DVT im Sinne von „KampfkunstWushu. Auf der anderen Seite ist das persönliche Erlernen des DVT durch „harte Arbeit an dir selbst“ folglich Kung-Fu. Somit gehört DVT sowohl zum Wushu als auch zum Kung-Fu.

Für Fragen & Anregungen zu diesem Thema sind wir jederzeit offen. Kontaktiere uns einfach per E-Mail, telefonisch oder beim Unterricht. Durch Deinen Beitrag oder Deine Fotos kann diese Seite "wachsen" und als umfassende Information im Internet dienen.

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